Christian Lilienthal
Entwicklung und Fertigung analoger Musikelektronik
[Gerätegalerie]
Bisherige Konstruktionen:
- Spannungsgesteuerte Filter
- Ringmodulatoren
- Stepsequenzer
- Analogsynthesizer
In dieser Galerie wird eine repräsentative Auswahl der bisher von mir realisierten Musikaparaturen vorgestellt. Die meisten dieser Geräte wurden für befreundete Musiker entworfen. Die Eigenschaften und Besonderheiten dieser Entwicklungen sind auf die speziellen Bedürfnisse der späteren Eigentümer entwickelt worden. Es finden sich fortwährend Neuentwicklungen auf meinem Tisch, bzw. neue Geräteideen in meinem Kopf, so daß sich diese Galerie von Zeit zu Zeit erweitert.
Ringmodulator
[Es existiert leider kein Bild]
Dieser Stand-Alone-Ringmodulator klingt sehr warm und natürlich. Die Schaltung ist um einem speziellen hochpräzisen Baustein herum entwickelt worden, der ursprünglich für die analoge Meßtechnik entwickelt wurde. Als Modulationsoszillator wird ein Sinusoszillator verwendet. Wegen des weiten Frequenzumfanges reicht das Modulationsergebnis von leichtem Tremolo über metallische Klangfärbung hin zu völlig krankem Gekreische. Die Schwingung des Modulationsoszillators läßt sich neben der Einstellung per Drehknopf am Gerät zusätzlich extern ansteuern. Anstelle des eingebauten Sinusoszillators läßt sich auch ein extern eingespeistes Audiosignal zur Modulation verwenden. Dadurch sind der Klang- und Geräuschgestaltung keine Grenzen gesetzt. Weiterhin läßt sich der Ringmodulator gut in ein Modularsystem integrieren.
Stereophones 12dB-Filter
[Auch hierzu gibt es leider kein Bild]
Dieses stereofone Tiefpaß-Filter besitzt eine Steilheit von 12dB, dessen Filterresonanz nicht bis zur Selbstoszillation reicht. Es enthält bewußt keine Modulationsschaltungen und ist ausschließlich für manuelle Bedienung vorgesehen. Ein hochwertiger und leichtgängiger Schiebefader von ALPS wird für die Variation der Filterfrequenz verwendet, Die Resonanz wird mit einem Drehpotentiometer eingestellt. Das Filter klingt sehr klar, selbst bei hoher Resonanz treten keine merklichen Sättigungserscheinungen auf. Es eignet sich neben dem subtilen Färben von Drumloops herrvorragend zur Filterung einer kompletten Stereosumme.
24dB-Filter mit Hüllkurve
Dieses Filter besitzt eine Transitor-Kaskade mit 24dB Filtersteilheit entsprechend der bekannten Moog-Filter, dessen Resonanz bis zur Selbstoszillation reicht. Als Besonderheit nimmt die Aussteuerung des Filters bei hohen Resonanzwerten etwas zu, so daß der Klang nicht ausgedünnt wird und an Druck verliert. Das Filter kann, ohne an Wärme zu verlieren, den Klang scharf einschneiden und modulieren. Durch leichte Übersteuerung bei zurückgedrehter Resonanz lassen sich sanfte Sättigungserscheinungen ähnlich der Sättigung von analogen Tonbändern realisieren, die Drumloops einen wunderbaren Druck verleihen. Bei sehr starker Übersteuerung und hoher Resonanz steigt die Filtersättigung drastisch an, was zur Erzeugung von monströsen Elektrobeats verwendet werden kann. Dem abgebildetetn Filter steht eine Attack-Decay-Hüllkurvenschaltung zur Seite. Diese ermöglicht die Modulation der Filtercutoff sowohl in positiver [Filter öffnen] als auch in negativer Richtung [Filter schließen]. Die Hüllkurve läßt sich sowohl manuell mittels Tastschalter, als auch per Steuerspannung über einen Eingang auslösen.
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24dB-Filter mit LFO & Ringmodulator
Dieses Gerät stellt eine Kombination der Einzelgeräte 24dB Filter und Ringmodulator dar. Das Filter gleicht dem bereits beschriebenen Filter mit Hüllkurve, der Ringmodulator entspricht dem oben vorgestellten Stand-Alone-Ringmodulator mit Modulationsoszillator, so daß die klanglichen Eigenschaften der Komponenten identisch sind. Zur Modulation steht diesem Filter einen Oszillator mit verschiedenen Schwingungsformen zur Verfügung. Entgegen üblichen LFOs reichen dessen Schwingungen von Minuten langen Perioden bis in den hohen Audiobereich hinein und ermöglichen sanfte bis schneidende Filtermodulationen. Der Modulationsoszillator läßt sich mittels kurzen Audiosignalen (Baßdrum, o.ä.) zum Takt synchronisieren, so daß Beatsynchrone Modulationen möglich sind und sich auch Rhytmusmuster einstellen lassen. Bei Drummaschinen mit Einzelouts wird einfach ein Perkussiver Sound separiert und mit dem Synceingang des Filters verbunden. Auf besonderen Wunsch wurde dem Filter eine Einfache Gate-Schaltung mittels VCA nachgeschaltet. Dise läßt sich sowohl manuell, als auch per Steuerspannung triggern und ist in der Funktion zwischen Mute (stummschalten) und Gate (öffnen) umschaltbar. Ringmodulator und Filter lassen sich ohne zusätzliches Patchen sowohl separat als auch in Kombination betreiben. Weiterhin ermöglichen die zahlreichen Anschlüsse die Integration in ein modulares Synthesesystem.
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Erweiterter Ringmodulator & 24dB-Filter
Diese Auftragskomposition ist eine Weiterentwicklung der Ringmodulator-Filter Kombination, deren musikalischen Möglichkeiten erheblich erweitert wurden. Der Grundschaltung aus Filter mit Gate und Ringmodulator mit jeweiligem Modulationsoszillator wurde ein dritter Oszillator zur Seite gestellt. Die Oszillatoren sind mit einer Sample-Hold Funktion ausgestattet und besitzen die Möglichkeit, sich untereinander zu synchronisieren. Die Möglichkeiten zur Verschaltung der einzelnen Komponenten des Gerätes untereinander sind wesentlich umfangreicher ausgeführt als bei der einfachen Ringmodulator-Filter Kombination. Die Oszillatoren besitzen neben zusätzlichen Steuerungseingängen auch Wellenformausgänge. Sämtliche Anschlüsse sind in Form von Klinkenbuchsen auf der Geräterückseite zugänglich. Jede Funktion dieses Klangmöbels ist separat nutzbar, das Gerät läßt sich so herrvorragend in ein umfangreiches Modularset integrieren. Das Filter wird von dem Musiker KUMO auf seiner CD 1+1=1 verwendet.
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Annafon
Das Annafon besitzt ebenfalls eine 24dB Moog-Kaskade mit per Analogtrigger synchronisierbarem Modulatiososzillator, sowie einem Ringmodulator mit den bereits beschriebenen Eigenschaften der jeweiligen Bestandteile. Auf das dem Filter folgende Gate, dem Filter-Gain, sowie ein paar Anschlußmöglichkeiten wurde zugunsten eines deutlich kleineren Gehäuse verzichtet. Klanglich steht das Annafon in keiner Weise seinen größeren Brüdern nach.
Analoger Stepsequenzer
[NEWS 03.04.2004] Siehe Foto! Mittlerweile ist eine prozessorbestückte Version mit vielen Schmankerln realisiert worden und bei zahlreichen Sessions und Liveaktionen auf Herz und Nieren gecheckt worden.
[NEWS 24.6.2002] Dem Prototyp folgt in Kürze das finale Gerät mit Mikroprozessor, MIDI-Schnittstelle, Display und weiteren Goodies.
Der Prototyp, der sich bereits auf diversen Live-Sessions u.a. Lofi-Circle bewährt hat, besitzt bislang all die rudimentären Eigenschaften eines Vintage-Gerätes: Jeder der 16 Schritte kann über drei Oktaven gestimmt werden, 13 Halbtöne mit Drehknopf plus Schalter zur Transponierung um +1 / +2 Oktaven. Die Synchronisation erfolgt zur MIDI-Clock. Mittels vier Schalter lassen sich global beliebige Notenlängen relativ zur Clock einstellen. Dadurch sind Notenlängen von 16'tel, 8'tel, 4'tel genauso einzustellen wie triolische Werte sowie mehr oder weniger sinnige Werte von z.B. 96/13'tel. Es kann eine beliebige Begrenzung der Schrittzahl von 0 bis 16 per Resetschalter gewählt werden. Als Schmankerl ist die Laufrichtung umschaltbar zwischen Aufsteigend und Ping-Pong. Die ausschließliche Verwendung blauer und roter Leuchtdioden verleiht dem Sequenzer eine sehr mystische Ausstrahlung.
Zum Abschluß noch die beiden Klassiker:
Drum und Bass in Brokatgewand
Dieses Schmuckstück, gehüllt in grünen Pannsamt, besitzt eine mit goldgelbem Brokatstoff bezogene Frontplatte. Der Auslöser zum Bau dieses Utensils war ein LOFI-Contest im Liquid-Sky-Cologne. Die Vorraussetzung zur T'eilnahme war die Erzeugung von Musik mit Equipment, welches auf der Fläche eines Blattes DIN-A4 Papier Platz findet. Der Erfolg von einer schlaflosen Woche ist dieses Wunderding mit der exakten Gundfläche entsprechend DIN-A4.
Was hat und kann es? Es klingt ein wenig nach Elektronikdrums aus den 70'ern, tönend durch ein antikes Telefon. Es beinhaltet eine Basstrommel, eine Snare, ein Hihat geöffnet/geschlossen, und ein - sagen wir mal - "Pöck". Dazu kommt ein Baßsynthesizer der ein wenig wie eine "303" quieken kann, und sehr gut Druck macht. Neben der Anschlußmöglichkeit an ein Mischpult, besitzt dieses Gerät einem eingebauten Lautsprecher zum kreischen!
Die oben beschriebene Ringmodulator-Filter Kombination verleiht dem Klang den fehlenden Wumms, das heißt, die zwei gehören zusammen, yo!
Gerne gehört auf den mittlerweile legendären kölner Lofi-Circles's, zusammen mit Stepsequenzer und zusätzlichem Baßsynthezizer.
Analoger Synthesizer "Unofon"
Das hat er im Groben [Stand Mai 2000]:
3 Oszillatoren, weißes Rauschen, 3 Filter (12dB Multimode, 24dB Moog, 24dB Oberheim), 5 ADSR-Hüllkurven, 2 LFO's, 2 Ringmodulatoren, Mischer für die Oszillatoren mit VCA's pro Kanal, Mischer mit VCA's nach den Filtern. Eine umfangreiche Modulationsmatrix (alles kann auf jedes geroutet werden) rundet das Konzept ab. Über die Tastatur oder alternativer GATE-CV-Steuerung wird das Gerät gespielt. Bei Maschinensteuerung aus dem Sequenzer kann gleichzeitig auch die Tastatur genutzt werden. Das ermöglicht die Transponierung von Sequenzen sowie eine außergewöhnliche Notenmanipulation.
So nach und nach platzieren sich weitere Schmankerl hinzu, ein massiver Weiterbau ist allerdings nicht in Sicht.
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Aktualisiert im April 2004
© Christian Lilienthal
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